Agent-ready? Fehlanzeige. Wer heute nur für Menschen baut, ist für die KI unsichtbar. Und die KI bestellt schneller, öfter und ohne Rückfragen.
Die nächste Bestellung kommt nicht unbedingt vom Einkäufer selbst, sondern von seiner Software: Procurement-Abteilungen beginnen, Routinebestellungen an KI-Agenten zu delegieren. Für beide Seiten ist das der effizienteste Bestellweg, der je existiert hat: keine Tippfehler, keine Wartezeiten, keine verpassten Nachbestellungen. Aber die Agenten lesen keine schönen Produktseiten, sie brauchen strukturierte Daten, saubere Endpunkte und klare Regeln, wer was darf. Eine Plattform, die das nicht liefert, existiert für diesen Bestellweg nicht, egal wie gut Sortiment und Konditionen sind. Der Einstieg ist überschaubar: Produktdaten maschinenlesbar auszeichnen und regeln, was Agenten lesen dürfen. Geprüft wurde die Agentic Readiness in acht Kategorien, vom maschinenlesbaren Unterbau der Plattform über Auffindbarkeit und strukturierte Produktdaten bis zu Zugriffsregeln für Agenten und einer Schnittstelle für autonome Bestellungen.
Das Ergebnis hat ein klares Gefälle: Kein einziger Großhändler bringt alle Voraussetzungen mit, ist also vollständig bereit für die automatisierte Bestellung. Gut die Hälfte liefert immerhin Ansätze, meist Zugriffsregeln oder erste strukturierte Daten, aber eben nur Teile des Fundaments. Und 48 % bieten keine einzige der Voraussetzungen: keine strukturierten Daten, keine Endpunkte, keine Regeln. Darunter knapp ein Viertel aller Großhändler, deren Plattform sich maschinell gar nicht erst prüfen ließ. Was schon der Test-Agent nicht lesen kann, kann der Einkaufs-Agent auch nicht.
Woran es scheitert: Die maschinelle Prüfung lief in einen Zeitablauf, ein Einkaufsagent scheitert an derselben Hürde.
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